Galerie 64 Imelda Steiger
Zwischen Licht und Moos - Gemälde Nr. 595
Zwischen Licht und Moos - Gemälde Nr. 595
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Masse des Bildes:
Breite : 60 cm
Höhe: 60 cm
"Zwischen Licht und Moos"
Zwischen Licht und Moos wirkt wie ein stilles Tor in eine Welt, die man eher spürt als sieht. Unten liegt ein sattes, erdiges Grün – schwer, ruhig, moosig wie ein Boden, der seit Jahrhunderten Erinnerungen sammelt. Darüber zieht sich ein leuchtendes Band aus gebrochenem Blau, Weiß und zarten Goldsplittern: wie Blüten, die im Nebel schweben, wie Kiesel, die ein Fluss vergessen hat, oder wie Gischt, die an Land träumt.
Aus dieser schimmernden Schwelle steigen feine Linien empor, kaum greifbar – Stämme, Halme, Spuren. Sie stehen nicht fest, sie erscheinen. Der obere Raum ist Licht, aber kein klares: ein milchiger Schein, durchzogen von Sprenkeln und Schleiern, als würde etwas Unsichtbares dort atmen. Man meint, eine Landschaft zu erkennen, doch sie entzieht sich im selben Moment wieder – wie eine Erinnerung, die sich nicht festhalten lässt.
Das Bild erzählt von Übergängen: vom Wachsen und Vergehen, vom Flüstern der Dinge unter der Oberfläche. Es ist eine Dämmerzone, in der das Moos das Geheimnis bewahrt und das Licht es nur vorsichtig berührt. Wer länger hinsieht, entdeckt kein Motiv, sondern eine Stimmung – und vielleicht den leisen Eindruck, dass hinter dem Nebel jemand wartet.
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