Galerie 64 Imelda Steiger
Fragmente einer Skyline - Gemälde Nr. 590
Fragmente einer Skyline - Gemälde Nr. 590
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Masse des Bildes:
Breite : 50 cm
Höhe: 70 cm
Als ich "Fragmente einer Skyline“ gemalt habe, ging es mir nicht darum, eine Stadt abzubilden. Ich wollte dieses Gefühl festhalten, wenn ein Ort nur noch als Rest in einem auftaucht: nicht als klares Bild, sondern als Schichten aus Stimmung, als Kanten, die kurz sichtbar werden und gleich wieder verschwimmen.
Ich habe zuerst den Raum aufgebaut – dieses Türkis, das für mich wie Nebel, Wasser und Atem zugleich ist. In diese Weite hinein habe ich die ersten Linien gesetzt, sehr vorsichtig, als würde ich etwas „hören“, bevor ich es sehe. Die dunklere Zone unten ist bewusst schwerer: sie ist die Tiefe, der Grund, vielleicht auch das, was man nicht benennt. Von dort aus durfte sich die Struktur entwickeln – diese vertikalen Fragmente, die wie eine Skyline wirken können, aber genauso gut Ruinen, Pfähle oder Gerüste sein dürfen.
Ich arbeite gern mit Widerständen: mit rauen Stellen, Übermalungen, Kratzern. Ich will, dass man den Weg sieht, nicht nur das Ergebnis. Die Oberfläche soll erzählen, dass das Bild gebaut und wieder zurückgenommen wurde. Manche Formen habe ich stehen lassen, weil sie sich richtig „gesetzt“ haben. Andere habe ich fast ausgelöscht, damit das Motiv nicht zu sicher wird. Denn genau in diesem Zwischenzustand liegt für mich die Wahrheit: etwas taucht auf, verliert sich, kommt zurück – wie Erinnerung.
Am Ende soll das Bild wie ein leises Leuchten wirken, das nicht laut sein muss. Eine Stadt am Rand des Sichtbaren. Und vielleicht auch ein kleiner Trost: Dass selbst aus Fragmenten etwas entsteht, das trägt.
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