Galerie 64 Imelda Steiger
Die letzte Helligkeit - Gemälde Nr. 594
Die letzte Helligkeit - Gemälde Nr. 594
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Masse des Bildes:
Breite : 60 cm
Höhe: 60 cm
Künstlerstatement zu „Die letzte Helligkeit“
In meinen Arbeiten interessiert mich der Moment, in dem sich Wahrnehmung verschiebt: wenn Landschaft nicht mehr „Ort“ ist, sondern Zustand. „Die letzte Helligkeit“ entstand aus dem Bedürfnis, eine Schwelle festzuhalten – die kurze Zeitspanne zwischen Verschwinden und Auftauchen, zwischen Klarheit und Ahnung. Mich fasziniert dieses Dazwischen: Dort beginnt das Sichtbare zu flüstern und das Unsichtbare bekommt Gewicht.
Ich arbeite in Schichten, weil Schichten Erinnerung tragen. Farbe wird bei mir nicht nur aufgetragen, sondern abgelagert, gerieben, aufgebrochen, wieder überdeckt. Risse, Krusten und Tropfspuren sind keine „Effekte“, sondern Spuren eines Prozesses: Verdichtung und Auflösung, Kontrolle und Loslassen. Die Oberfläche darf verletzlich sein, weil sie etwas erzählt – nicht linear, sondern wie ein Gelände, das man langsam liest.
Der horizontale Aufbau ist für mich eine Art Atemlinie. Er hält Ruhe, aber auch Spannung: Himmel und Boden sind nicht getrennte Bereiche, sie kommunizieren. Das unerwartete Grün im Zentrum ist dabei wie ein Signal – ein kurzer Aufschein von Leben, Hoffnung oder Fremdheit, je nachdem, wer schaut. Ich mag, dass sich dieser Kern nicht festlegt: Er kann Licht sein, Wasser, Moos, Aurora, Erinnerung.
„Die letzte Helligkeit“ ist für mich ein Bild über Übergänge: darüber, wie die Dinge kippen, ohne zu zerbrechen. Es geht um das leise Leuchten, das bleibt, wenn der Tag längst gegangen ist – und um die Frage, was in uns noch sichtbar wird, wenn das Offensichtliche verschwindet.
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