Galerie 64 Imelda Steiger
Sternenstaub über der Wiese - Gemälde Nr. 586
Sternenstaub über der Wiese - Gemälde Nr. 586
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Masse des Bildes:
Breite : 50 cm
Höhe: 70 cm
„Sternenstaub über der Wiese“
Im letzten Atem des Tages liegt die Wiese wie ein Geheimnis da. Das Grün ist nicht mehr nur Grün, sondern Erinnerung: dunkel, weich, von Schatten durchtränkt. Aus dem Boden steigen zarte Halme und schlanke Stängel wie leise Gedanken, die sich nicht entscheiden können, ob sie bleiben oder weiterziehen wollen. Dazwischen stehen helle Stämme – wie Wächter aus Licht, still und unbeirrbar, als hätten sie den Übergang zwischen den Welten schon oft gesehen.
Am Horizont glimmt ein warmes Leuchten, ein schmaler Saum aus Gold und Rosa, als würde irgendwo hinter der Landschaft ein unsichtbares Feuer brennen. Der Himmel darüber ist rau und weit, von Zeitspuren durchzogen, als hätte er alles gespeichert, was nicht ausgesprochen wurde. Und dann: die feinen Sprenkel, überall — Sternenstaub, Pollen, Schnee oder etwas Unbenennbares. Sie schweben nicht einfach, sie erzählen. Jeder kleine Punkt wirkt wie ein Flüstern, wie ein leises „Du bist hier“, das sich über das Feld legt.
Dieses Bild fühlt sich an wie der Moment kurz bevor etwas geschieht — oder kurz nachdem etwas gegangen ist. Als würde die Natur einen stillen Zauber ausstreuen, damit die Traurigkeit leichter wird und das Staunen zurückkehren kann. Man steht davor und merkt: Die Wiese ist nicht nur Landschaft. Sie ist ein innerer Ort. Ein Raum für Sehnsucht, Trost und das zarte, unerschütterliche Licht, das auch im Dunklen nicht ganz verschwindet.
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